Mailand 2018

Der Jakobsweg schreibt die wunderbarsten Geschichte. Die von Daniele und Gaia ist eine davon. Daniele, war der erste Mitpilger, der auf meinem 2. Weg auf dem Camino zu einem Freund wurde. Ich traf ihn schon am Ende des ersten Tages im Kloster von Roncesvalles. Da er sehr gut Deutsch und Englisch sprach und zudem aus meinem Lieblingsland Italien kam, verstanden wir uns sofort blendend. Wir gingen den größten Teil des Weges nach Santiago zusammen.

Doch die Einleitung dazu, wie es mich zu einem Kurzurlaub nach Mailand verschlug, hat nicht nur mit Daniele und mir zu tun. Sie hat auch damit zu tun, wie der Jakobsweg nicht nur Menschen, sondern auch Herzen verbindet. Daniele und Gaia lernten sich auf dem Camino kennen und auch wenn sie nur etwa eine Woche zusammen hatten, bevor Gaia nach Italien zurückkehren musste, war eine innige Bindung zwischen den beiden entstanden.

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland hatte ich gelegentlich mit Daniele geschrieben, um weiterhin in Kontakt zu bleiben und zu erfahren, wie es ihm seit unserer Pilgerzeit ergangen ist. Mit großer Freude und Verwunderung erfuhr ich dann eines Tages, dass er beschlossen hatte, nach Mailand zu ziehen. Die Sache mit Gaia hatte ihn nicht mehr losgelassen und aus einer intensiven Begegnung auf dem Camino war eine ernsthafte Liebesbeziehung geworden.

Ich fand die Geschichte bezaubernd und sinnbildlich für die Magie des Jakobswegs. Da ich noch nie in Mailand war und ich mich darauf freute, mal wieder in Italien Urlaub zu machen, und dabei gleichzeitig mit meinem Freund Daniele wiedervereint zu sein, buchte ich spontan einen Flug und verbrachte knapp eine Woche in dieser wundervollen Stadt. Hier sind einige Eindrücke davon...