Ein neuer Stern ist aufgegangen

Ein neuer Stern ist aufgegangen,

Der Herzen höher schlagen lässt.

Waren sie nicht stets Dichtertraum,

Die Sterne hoch am Firmament?

 

Ein neuer Stern ist aufgegangen,

Ein golden Licht in finstrer Nacht.

Eine Hoffnung erblüht am Horizont,

Die altes Leid vergessen lässt.

 

Ein neuer Stern ist aufgegangen,

Der Leben weckt im toten Leib.

Vertreib' die Schmerzen sanft,

Oh schönstes Gestirn am Firmament!

 

Ein neuer Stern ist aufgegangen,

Um Eiseskälte weg zu schmelzen,

Die schwarz den Wanderer verzehrt.

Vom Sternenglanz schwärmt der Poet.

 

Ein neuer Stern ist aufgegangen

Und würde er vom Himmel fallen,

Ich fing' ihn in den Armen mein.

Ach kämst du nur zu mir herab!

26.07.2012

 

 

Phönix

Nur aus der toten Asche der Zerstörung

Kann das lebendige Neue erst entstehen.

Was dem Universum einst der Urknall war,

Sind dem Mensch das Leben und der Tod.

So ist das Ende stets der Anfang erst.

 

Dem Phönix gleich müssen wir verbrennen,

So müssen wir uns selbst versengen,

So müssen wir uns selbst vernichten,

Um aus der kalten Asche unsres Ichs

Hell gereinigt auferstehn zu können.

 

Nur durch des Menschen Untergang

Erfolgt des Übermenschen Gipfelsturm.

Nur durch der Philisterscharen Tod

Erfolgt die Geburt der Weltenwanderer.

Also sprach Zarathustra einst zu mir.

25.05.2012

 

 

Neuanfang

Ein neuer Anfang ist nun gemacht,

Ein Schritt hinaus aus dunkler Nacht.

Ob mein Herz bald schon wieder lacht?

Verscheucht der Schatten kalte Macht?

 

Mein Glück gilt es zu ergreifen,

Neue alte Pfade zu durchstreifen.

Mein Geist soll zu neuer Blüte reifen,

Des Universums Gesetze gar begreifen.

 

Vorbei ist höllentiefe, schwarze Leere,

Das Licht ist's, das ich so sehr begehre.

Der Finsternis ich mich stark erwehre,

In Prüfungen durch Lebens Schwere.

 

Doch neue Hoffnung keimt in mir,

Besiegt hab' ich mein dunkel Seelentier.

Hab ihm mein Leben wieder abgerungen,

Mich zu neuen Höhen aufgeschwungen.

 

Nun steh' ich hier auf hoher Himmelsspitze

Und es durchfährt mich glühend eine Hitze.

Wild zucken um mich des Geistes Blitze,

Während ich im vollen Raume sitze.

19.10.2009