Willkommen im Literaturnexus, Weltenwanderer!

 

Dies ist ein Knotenpunkt der Wege auf Deiner Reise durch fremde Welten, ein Nexus. Er verbindet die Sphären der Literaturwissenschaft, Lyrik, Epik, Reiseberichte, Buchrezensionen und vieles mehr miteinander.

 

Wöchentlich stelle ich außerdem hier einige meiner Texte vor. Die älteren Texte der Woche sind im Archiv zu finden.


Die Macht des Wortes

Worte sind eines der kostbarsten Güter der Menschheit. Was wären wir nur ohne sie? Was wäre unsere Welt ohne Sprache? Ohne Kommunikation?

 

Nicht nur, dass sie um einiges an Kunst und Kultur ärmer wäre; ohne Worte würde unsere Gesellschaft in ihren grundlegendsten Mechanismen nicht mehr richtig funktionieren und das soziale Leben nach und nach ersterben.

 

Neben dieser essentiellen Funktion haben Wörter auch noch eine andere Aufgabe. Richtig zusammengesetzt von einem geschickten Poeten oder Wörterschmied ergibt sich ein höheres ästethisches Gebilde, welches eine Verkörperung jenes Aspektes ist, den wir "Kunst" nennen.

 

Das Wort eines Dichters in seiner Poesie enthält somit immer noch etwas anderes als den gewöhnlichen und immanenten Sinn, der jedem Wort durch konventionalisierte Definition anhaftet. Der Künstler vermag es mit den richtigen Worten, das transzendentale Sein der Dinge zu vermitteln, ihr innerstes und ureigenstes Selbst zu offenbaren und vom Schleier des Oberflächlichen und Scheinbaren zu befreien.

 

Kunst und Poesie sind somit, wenn der Leser dazu bereit ist, sich ihnen zu öffnen, nicht nur ästethische Gebilde - eine geschickte Aneinanderreihung von wohlklingenden Worten - sondern auch eine Offenbarung und Enthüllung.

 

Der Poet hofft, seine Entdeckung vom Sein der Dinge und die Erlebnisse der wunderbaren Komplexität der Schöpfung, die das Universum durchzieht und allgegenwärtig ist, mit seinen Lesern teilen zu können. Durch die Schönheit und Ästhetik seiner Worte versucht er, den Menschen an die Schönheit des Seins zu erinnern.

 

Gerade in Zeiten, in denen Worte oft nur noch als bedeutungsloses Mittel zum Zweck missbraucht werden und die wunderbare Vielfalt und Anmut der Schöpfung im Grau des Alltags in Vergessenheit zu geraten droht, sind die Worte der Poeten und Dichter ein leuchtendes, strahlendes Licht in einer dunkler werdenden Welt.

 

Mögest Du, verehrter Weltenwanderer und Leser, der Du Dich in diese Sphären des Literaturnexus, begeben hast, hier eine Zeit lang verweilen und Freude an Kunst, Literatur und Wissenschaft finden.


"Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können."

- Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra